Für offene, soziale, demokratische Hochschulen! Brandenburgs Studierende organisieren Konferenzen für ein gutes Hochschulgesetz

Posted on Juni 12, 2013 by

Mit Beginn des Wintersemesters 2009 lief eine Welle von Studierendenprotesten durch ganz  Europa. Auch vor Brandenburg machte diese nicht Halt – Hunderte Studierende besetzten zentrale Hörsäle unter anderem in Potsdam und Frankfurt/Oder. Sie forderten vor allem mehr Selbstbestimmung, eine Demokratisierung des Bildungssystems und die Verbesserung ihrer Lehr- und Lernbedingungen. Die damals gerade neu gewählte rot-rote Landesregierung reagierte auf diese Proteste mit dem Versprechen, einen Prozess zur Neufassung des Hochschulgesetzes einzuleiten. Erst jetzt, beinahe vier Jahre später, liegt ein erster Entwurf zur Novellierung des Hochschulgesetzes des Wissenschaftsministeriums vor, der zudem die Forderungen der Studierenden für sozial gerechte und demokratische Hochschule nicht berücksichtigt.
„Somit liegt es erneut an uns Studierenden, dem Reformprozess eine klare inhaltliche Richtung zu geben und für ein Hochschulgesetz zu kämpfen, das den Bedürfnissen aller Angehörigen der Hochschulen Rechnung trägt.“, erklärt Daniel Sittler, Sprecher der BrandStuVe.

Um auf den Gesetzgebungsprozess Einfluss zu nehmen, organisiert die BrandStuVe in den nächsten Monaten drei Konferenzen mit den Titeln Wissenschaftliche Zukunft sichern!, Hochschulstrukturen demokratisieren! und Soziale Hürden abbauen! „Wir rufen alle Interessierten und insbesondere die Angehörigen der brandenburgischen Hochschulen dazu auf, sich in den Prozess zur Neufassung des Hochschulgesetzes einzubringen. Wir wollen ein breites Spektrum an hochschulpolitischen Akteurinnen und Akteuren an einen Tisch holen und die Standpunkte möglichst aller Hochschulangehörigen gemeinsam beleuchten.“, ergänzt Johannes Petrick, ebenfalls Specher der BrandStuVe.

„Wir haben jetzt die Chance, zusammen dafür Sorge zu tragen, dass die Weichen für eine sozial gerechte, zukunftsfähige und demokratische Hochschulbildung in Brandenburg gestellt werden!“, sagt Daniel Sittler abschließend.

Die erste Konferenz mit dem Titel „Wissenschaftliche Zukunft sichern!“ findet am 26. Juni von 10 bis 17 Uhr im Senatssaal der Universität Potsdam, Haus 9, Am Neuen Palais, 14469 Potsdam statt und beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Masterübergang und Anerkennungsprüfungen, Gleichstellung und Arbeitsbedingungen sowie prekäre Wissenschaft.

Direkt im Anschluss an diese erste Konferenz am 26. Juni findet ab 17:15 Uhr ebenfalls an der Universität Potsdam eine Pressekonferenz statt, auf der die Ergebnisse der Konferenz präsentiert werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind hierzu herzlich eingeladen.

Für Rückfragen stehen Ihnen Daniel Sittler unter 0151 50 48 6226 oder Johannes Petrick unter petrick@fh-brandenburg.de zur Verfügung.

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